Geschichte

Ruppersdorf in Thüringen

Termine

10. September
Weihgottesdienst
3. - 5. November
Kirmes

Gründungszeit

Die Region soll bereits vor dem 5. Jahrhundert besiedelt gewesen sein, aus dem Osten drängten Slaven bis an die Saale dabei entstanden die Siedlungen Gahma, Gleima und Rauschengesees. Die Region wurde von den deutschen in 2 Wellen besiedelt zum einen kamen die Siedler aus dem Maintal um Bamberg ab 1007 aus dieser Zeit stammt der Nachbarort Eliasbrunn damals als Adelgerisbrunn und die 2. Welle ging von Benektinermönchen aus Saalfeld aus und sollte zwischen 1074 und dem 12. Jahrhundert stattgefunden haben. Aus dieser Zeit müsste auch Ruppersdorf stammen, die genaue Gründung ist nicht nachgewiesen jedoch hatten süddeutsche Siedler einen Einfluss auf die Ortsgründung, da man an Bauernhäusern einen fränkischen Einfluss erkennen kann. Erstmals wurde der Ort dann 1413 als Ruprechtstorff in einer Verkaufsurkunde erwähnt. Ein nächstes mal 1417 als Ruppelsdorf. Ruppersdorf war kein Feudaldorf die meisten Bauern waren den Watzdorfs zu Altengesees lehenspflichtig

Politsche Zugehörigkeit über die Jahrhunderte

Ab 1536 gehörte Ruppersdorf zur Herrschaft Schwarzburg. im Jahre 1543 fiel der Ort an Lobenstein bis ins Jahr 1647, dann kam man bis 1666 zu Saalburg ehe Ruppersdorf dann wieder zurück an die Herrschaft Reuß - Lobenstein dies blieb dann bis 1824, als die Gebiete des Fürstentums Reuß-Lobenstein an Reuß-Ebersdorf fielen. Da die Linie Lobenstein erlosch nachdem Heinrich LIV ohne Söhne verstarb. Nur 24 Jahre später erlosch auch Reuß-Ebersdorf als Heinrich LXXII starb. Die Gebiete gehörten fortan zu Reuß jüngere Linie die bis 1919 bestand. Für ein Jahr existierte dann der Volksstaat Reuß der sich 1920 dem Land Thüringen anschloss. Nach dem 2. Weltkrieg und der Gründung der DDR gehörte Ruppersdorf ab 1952 mit Gründung der Bezirke zum Kreis Lobenstein und dem Bezirk Gera. Nach der Wiedervereinigung blieb der Kreis Lobenstein noch bis ins Jahr 1994 bestehen. Während der Kreisgebietsreform 1994 in Thüringen schloss sich der Kreis Lobenstein sowie die Kreise Schleiz und Pößneck zum Saale-Orla-Kreis. Von nun an war Ruppersdorf auch Mitglied in der Verwaltungsgemeinschaft Saale-Sormitz-Höhen mit Verwaltungssitz in Remptendorf, aus der dann 1999 die Gemeinde Remptendorf entstand.

Wolfgang Krüger

Am 30.4. 1566 wurde im Ruppersdorfer Pfarrhaus der berühmte Biograph Wolfgan Krüger geboren. Der jüngere Sohn des damaligen Pfarrers Christoph Krüger war Verfasser eines "Catalogus 1000 berühmter Personen" . Er verfaßte unter anderem auch eine Biographie über Thomas Müntzer. Er ging 1578 zur Schule nach Lobenstein ehe ehr von 1580 bis 1584 in Hof aufs Gymnasium ging. Ab 1584 studierte er an der Universität Jena. Ab 1590 war er Ordinator in Kulmbach, 1591 ging er als Pfarrer nach Walsdorf bei Bamberg. Im Jahre 1597 wurde er vom Rat der Stadt Schweinfurt zunächst als Spitalprediger, dann als Diakon berufen ein Jahr später wurde er Archidiakon in Schweinfurt. 1605 wurde Wolfgang Krüger mit Patronage des Schweinfurter Rates zum Pastor von Altenstein berufen ehe er 1614 Pfarrer von Thurnau wurde wo er am 04 09 1625 im Alter von 51 Jahre verstarb